Colmar
Fachwerk, Kanäle und der Isenheimer Altar: eine kleine Stadt mit langer Geschichte am Rand der Vogesen.
Auf einen Blick
Am trockenen Rand der Vogesen
Colmar liegt im Département Haut-Rhin, an der Lauch, einem Nebenfluss der Ill, rund 64 Kilometer südsüdwestlich von Strassburg. Die Stadt zählt 66'970 Einwohner (2023) und ist nach Strassburg und Mulhouse die dritte grosse Stadt des Elsass. Sie liegt im Regenschatten der Vogesen und gehört mit etwa 595 Millimetern Niederschlag im Jahr zu den trockensten Städten Frankreichs.
Das ist auch für den Wein von Bedeutung. Colmar bezeichnet sich als inoffizielle Hauptstadt der Elsässer Weine und liegt an der Weinstrasse. Seit 1947 findet jedes Jahr die Foire aux vins d'Alsace statt. Die Dörfer Eguisheim, Kaysersberg und Riquewihr sind nur wenige Kilometer entfernt.
Reichsstadt, dann französisch, deutsch, französisch
823 wird Colmar erstmals erwähnt, damals als karolingischer Hof namens Columbarium. 1226 erscheint es als Stadt, 1278 verleiht Rudolf von Habsburg die Stadtfreiheit. Colmar wird freie Reichsstadt und tritt 1354 der Décapole bei, einem Bund von zehn elsässischen Reichsstädten, der sich im Koïfhus traf. 1635 stellt der Vertrag von Rueil die Stadt unter den Schutz des französischen Königs, 1679 spricht der Frieden von Nimwegen sie Frankreich zu.
1698 wird in Colmar der Conseil souverain d'Alsace eingerichtet, die Stadt ist damit Sitz der obersten Justiz im Elsass. 1790 wird sie Hauptort des Département Haut-Rhin, 1800 Sitz der Präfektur. Im Frankfurter Frieden von 1871 fällt sie ans Deutsche Reich, am 18. November 1918 ziehen französische Truppen ein. 1940 annektiert Deutschland die Stadt, am 2. Februar 1945 wird sie nach der Schlacht um den Colmarer Kessel befreit.
Fachwerk und Renaissance
Die Altstadt ist eng, überschaubar und von Häusern des 15. bis 17. Jahrhunderts geprägt. Entlang der Rue des Marchands stehen mittelalterliche und Renaissancehäuser von Kaufleuten, darunter das Maison Pfister von 1537 und das Maison des Têtes von 1609. Das Koïfhus, die frühere Zollstation, wurde 1480 vollendet. Im Mittelalter und in der Renaissance verdankte Colmar seinen Wohlstand dem Wein und dem Textilhandel.
An der Lauch liegt die Petite Venise, das bekannteste Viertel mit seinen farbigen Häusern direkt am Wasser. Das Quartier des Tanneurs, das Gerberviertel, gilt in Reiseführern als besonders reizvoll vom Boot aus. Rund um den Place des Dominicains stehen Kirchen und alte Häuser, die Rue des Écoles ist eine typische Altstadtgasse. Auf einem Rundgang lassen sich die meisten Stationen zu Fuss erreichen.
Kunst, Markt und Tisch
Das Musée Unterlinden zeigt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald und ist das meistbesuchte Museum des Elsass. Im Maison Bartholdi, im Geburtshaus des Bildhauers Frédéric Auguste Bartholdi, ist sein Werk zu sehen, darunter Arbeiten für die Freiheitsstatue. In der Markthalle von 1865 verkaufen heute wieder Händler regionale Produkte.
Zur elsässischen Küche gehören Flammkuchen, Baeckeoffe, Sauerkraut, Kougelhopf und Bredele, serviert in den Winstubs, den traditionellen Wirtshäusern der Region. Im Winter veranstaltet Colmar einen Weihnachtsmarkt auf mehreren Plätzen der Altstadt. Der Bahnhof verbindet Colmar mit Strassburg, Mulhouse und Zürich, der nächste grosse Flughafen ist der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, 52 Kilometer entfernt, der Flughafen Strassburg liegt 68 Kilometer entfernt.
Orte
Neun Stationen in der Altstadt von Colmar.
Petite Venise
Petite Venise, Klein-Venedig, heisst das Viertel an der Lauch, weil sich das Wasser hier durch die Stadt zieht und Brücken die Ufer verbinden. Die Lauch ist ein Nebenfluss der Ill, in Colmar fliesst sie an Häusern vorbei, die direkt am Wasser stehen. Es sind Fachwerkhäuser in verschiedenen Farben, mit Blumenkästen an den Fenstern, die sich im Wasser spiegeln. Dieses Bild ist es, das man mit Colmar verbindet, und das Viertel gilt als das bekannteste der Stadt.
Es gehört zum Quartier der Krutenau. Daneben liegt der Quai de la Poissonnerie, das Fischerufer, und in unmittelbarer Nähe steht die Markthalle von 1865. Das Quartier des Tanneurs, das Gerberviertel, wird in Reiseführern als besonders reizvoll vom Boot aus beschrieben. Wer die Häuser vom Wasser sehen möchte, kann eine Bootsfahrt auf der Lauch machen, sie dauert etwa 30 Minuten. Die Boote fahren unter niedrigen Brücken hindurch, teilweise muss man den Kopf einziehen.
Im Winter wird Petite Venise Teil des Weihnachtsmarkts. Dann gibt es hier einen Märchenwald und ein grosses Karussell, die Fachwerkhäuser sind beleuchtet. Der Weihnachtsmarkt von Colmar verteilt sich auf mehrere Plätze der Altstadt und gehört zu den bekannteren in Frankreich.
Das Viertel liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Die Wege sind kurz: Von der Markthalle über das Fischerufer zur Lauch und zurück in die Altstadt lässt sich alles zu Fuss erreichen. Vom Boot aus sieht man die Häuser aus einer Perspektive, die vom Ufer nicht möglich ist.
Altstadt
Colmar ist nach Strassburg und Mulhouse die dritte grosse Stadt des Elsass. Seine Altstadt hat ein geschlossenes Bild mit Renaissancefassaden, kleinen Plätzen und engen Gassen. Die zentrale Strasse ist die Rue des Marchands, gesäumt von mittelalterlichen und Renaissancehäusern der Kaufleute. Das Maison Pfister entstand um 1537 für einen wohlhabenden Hutmacher, das Maison des Têtes 1609, das Koïfhus 1480. Das Haus «Zum Kragen» von 1419 trägt an der Ecke einen geschnitzten Tuchhändler. In der Rue des Écoles steht traditionelle Architektur, am Place des Dominicains stehen Kirchen, Kunsthandwerksläden und historische Häuser.
Nicht alles in der Stadt ist alt im Sinn von Fachwerk. Der Parc du Champ de Mars hat einen See und einen Rosengarten, dort stehen 193 Linden. Der Wasserturm ist 53 Meter hoch, fasst 1200 Kubikmeter und verteilt seit 1984 kein Wasser mehr. Abends werden über 1000 Lichtquellen zur Beleuchtung der Stadt genutzt.
Zu den Terminen im Jahreslauf gehören die Unterlindener Weinmesse im August, das Festival de Musique de Colmar für klassische Musik, ein Ostermarkt und der Weihnachtsmarkt. Seit 2019 gibt es ausserdem das Schokoladenmuseum Choco Story. Wer die Altstadt nicht zu Fuss erkunden möchte, kann den Petit Train nehmen, der in rund 35 Minuten durch die Stadt fährt, oder den Train Touristique, der etwa 40 Minuten auf einer sieben Kilometer langen Strecke unterwegs ist.
Colmar liegt an der Weinstrasse. Von hier aus sind Eguisheim, Kaysersberg und Riquewihr nur wenige Kilometer entfernt. Das Tourismusbüro befindet sich am Place Unterlinden.
Musée Unterlinden
Das Musée Unterlinden ist in einem Dominikanerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert und einer ehemaligen städtischen Badeanstalt von 1906 untergebracht. 1849 wurde das Museum gegründet, 1853 für die Öffentlichkeit geöffnet. Herzog & de Meuron entwarfen die Erweiterung, die am 12. Dezember 2015 eröffnet und am 23. Januar 2016 von Präsident François Hollande eingeweiht wurde. Rund 200'000 Besucher kommen im Jahr, damit ist es das meistbesuchte Museum des Elsass.
Das bekannteste Werk ist der Isenheimer Altar, entstanden zwischen 1512 und 1516. Die Tafeln malte Matthias Grünewald (Mathis Gothart Nithart), die Schnitzfiguren schuf Niclaus von Hagenau. Den Auftrag gab Guy Guers, Präzeptor der Niederlassung von 1490 bis 1516. Der Altar stand im Antoniterkloster von Isenheim, südlich von Colmar, auf dem Hochaltar der Kapelle des Klosterspitals, bis zur Französischen Revolution.
Die Antoniter, ein im 11. Jahrhundert in der Dauphiné gegründeter Orden, pflegten Menschen, die am «Antoniusfeuer» litten, dem Ergotismus, einer Vergiftung durch Mutterkorn auf Roggen. Die Krankheit führt zu Wahnvorstellungen und Wundbrand. Die Mönche gaben den Patienten gutes Brot, einen mit Kräutern angesetzten Heilwein, den «saint vinage», und eine entzündungshemmende Kräutersalbe.
Neben dem Altar besitzt das Museum ein gallorömisches Mosaik aus Bergheim, archäologische Funde, Skulpturen und Glasmalerei vom Mittelalter bis zum Barock, Waffen, Möbel, Musikinstrumente, Spielzeug und Weinfässer. Die moderne Sammlung umfasst Werke von Picasso, Dubuffet und Léger. Von Martin Schongauer besitzt das Museum Arbeiten, dazu kommen Stiche von Dürer sowie Werke von Cranach dem Älteren und Hans Holbein dem Älteren.
Saint-Martin
Die Église Saint-Martin, auf Deutsch Martinsmünster, ist die grösste Kirche von Colmar. Sie wurde zwischen 1234 und 1365 im gotischen Stil erbaut, andere Quellen nennen 1235 als Baubeginn. Der Bau zog sich also über mehr als 130 Jahre hin. Der Turm ist 71 Meter hoch. Nach einem Brand erhielt der Südturm beim Wiederaufbau 1572 sein zwiebelförmiges Dach, mehr als 200 Jahre nach der Vollendung.
Nach der Französischen Revolution war die Kirche kurz Kathedrale. Offiziell ist sie eine Stiftskirche, eine collégiale. Bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er-Jahren fand man die Fundamente einer Vorgängerkirche aus der Zeit um das Jahr 1000. An dieser Stelle stand also schon vor dem gotischen Bau ein Gotteshaus.
Mit der Kirche ist auch ein Kunstwerk verbunden, das heute woanders hängt: Martin Schongauer malte 1473 die «Madonna im Rosenhag» ursprünglich als Altarbild für Saint-Martin. Im Januar 1972 wurde das Bild aus der Kirche gestohlen und im Juni 1973 wiedergefunden. Es hängt seither in der Dominikanerkirche, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Das Bild misst heute rund 200 mal 115 Zentimeter und ist an allen Seiten beschnitten, ursprünglich war es grösser.
Das Martinsmünster steht in der Altstadt, in der Nähe der Rue des Marchands, wo die Häuser der Kaufleute stehen. Die Kirche ist als Orientierungspunkt kaum zu übersehen, denn ihr 71 Meter hoher Turm überragt die Dächer.
Musée Bartholdi
Das Musée Bartholdi befindet sich im Stadthaus an der Rue des Marchands 30, in dem der Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi 1834 geboren wurde. Eine Tafel markiert das Geburtshaus. Bartholdi starb 1904 und gilt als bekanntester elsässischer Künstler des 19. Jahrhunderts. Das Haus wurde 1907 der Stadt vermacht, unter der Bedingung, dass es der Kunst dient. Der Erste Weltkrieg verzögerte die Einrichtung, am 18. November 1922 wurde das Museum eröffnet.
Bartholdi ist vor allem für die Freiheitsstatue bekannt, ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten, enthüllt 1886. Am Bau wirkten das Büro von Gustave Eiffel und der Ingenieur Maurice Koechlin mit. 1880 schuf Bartholdi den Löwen von Belfort. In Colmar selbst stehen mehrere seiner Werke im öffentlichen Raum: das Denkmal für General Rapp von 1856, der Bruat-Brunnen von 1864 und der Schwendi-Brunnen von 1898.
Im Haus sind Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Fotografien von Skizzen und Modelle zu sehen. Drei Ebenen sind Bartholdi gewidmet, mit Arbeiten für die Freiheitsstatue und für den Löwen von Belfort. Dazu kommt eine Sammlung zur alten jüdischen Gemeinschaft des Elsass.
Öffnungszeiten und Eintritt sind vor einem Besuch beim Tourismusbüro von Colmar zu erfragen.
Maison des Têtes
Das Maison des Têtes, das Haus der Köpfe, steht an der Rue des Marchands und wurde 1609 gebaut. Es gehört zu den bekanntesten Renaissancehäusern von Colmar. Seinen Namen verdankt es der Fassade, die mit mehr als hundert geschnitzten Köpfen und Masken verziert ist, mehrere Quellen zählen 106. Heute befindet sich ein Restaurant im Haus.
Die Rue des Marchands ist die zentrale Strasse der Altstadt, hier standen die Häuser der Kaufleute. Das Maison des Têtes ist eines davon. In der Nähe steht das Maison Pfister, das um 1537 für einen wohlhabenden Hutmacher gebaut wurde und als eines der schönsten Gebäude Colmars gilt. Das Haus «Zum Kragen» von 1419 zeigt an der Ecke einen geschnitzten Tuchhändler. Zusammen decken die drei Häuser eine Zeitspanne von fast zwei Jahrhunderten ab, von 1419 bis 1609.
Colmar verdankte seinen Wohlstand im Mittelalter und in der Renaissance dem Wein und dem Textilhandel. Das zeigt sich an den Häusern, am Maison des Têtes etwa an den Schnitzereien der Fassade.
Das Haus liegt wenige Schritte vom Koïfhus und vom Martinsmünster entfernt und lässt sich in einen Rundgang durch die Altstadt einbinden.
Koïfhus
Das Koïfhus, auch Ancienne Douane genannt, ist das alte Zollhaus von Colmar. Die Planung begann 1433, vollendet wurde das Gebäude 1480. Hier wurden Waren verzollt und gelagert, und hier trafen sich die Vertreter der Städte der Décapole, des 1354 gegründeten Bundes von zehn elsässischen Reichsstädten, bis 1678.
Zu den auffälligen Merkmalen gehören der Turm und die grün glasierten Dachziegel mit Rautenmuster. Beides stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Gebäude steht in der Altstadt, in unmittelbarer Nähe zur Rue des Marchands und zum Martinsmünster.
Nach der Französischen Revolution wurde das Koïfhus mehrfach neu genutzt, als Theater, als Handelskammer und als Schule. Heute finden dort Veranstaltungen statt. Das Gebäude erinnert daran, dass Colmar zu den Reichsstädten gehörte, bevor es französisch wurde.
Die Geschichte der Stadt lässt sich an wenigen Jahreszahlen ablesen. 1226 wird Colmar als Stadt erwähnt, 1278 verleiht Rudolf von Habsburg die Stadtfreiheit, 1354 tritt Colmar der Décapole bei. 1635 stellt der Vertrag von Rueil die Stadt unter den Schutz des französischen Königs, wobei sie ihren Status als Reichsstadt behält. 1679 spricht der Frieden von Nimwegen sie Frankreich zu. 1698 wird in Colmar der Conseil souverain d'Alsace eingerichtet, die Stadt ist damit Sitz der obersten Justiz im Elsass.
Dominikanerkirche
Die Dominikanerkirche, Église des Dominicains, steht am Place des Dominicains in der Altstadt. Der Bau begann 1238 und zog sich bis ins 14. Jahrhundert hin. 1458 zerstörte ein Brand das Dach und beschädigte den Kreuzgang, beide wurden neu gebaut. 1720 kam eine barocke Ausstattung hinzu. Rund um den Platz stehen weitere Kirchen, Läden des Kunsthandwerks und historische Häuser.
Das bekannteste Werk in der Kirche ist die «Madonna im Rosenhag» von Martin Schongauer, gemalt 1473. Sie zeigt Maria mit dem Kind in einem «hortus conclusus», einem umfriedeten Garten, umgeben von Rosen und Finken. Das Bild misst heute 200 mal 114,5 Zentimeter, es wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt an allen Seiten beschnitten. Eine Kopie aus dem 16. Jahrhundert deutet darauf hin, dass es ursprünglich etwa 250 mal 165 Zentimeter mass.
Ursprünglich war das Gemälde als Altarbild für Saint-Martin gedacht. Im Januar 1972 wurde es dort gestohlen, im Juni 1973 fand man es wieder. Seit 1973 hängt es am Eingang zum Chor der Dominikanerkirche.
Die Kirche verbindet Gotik und Barock. Ein Besuch lässt sich gut mit dem Musée Unterlinden verbinden, das nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Der Platz davor ist ein ruhiger Punkt der Altstadt.
Markthalle
Die Markthalle von Colmar, die Marché Couvert, wurde 1865 gebaut. Sie hat eine Backsteinfassade und einen Dachstuhl aus Metall. Jahrzehntelang diente das Gebäude anderen Zwecken, 2010 wurde es wieder als Markthalle eröffnet. Etwa 20 Händler verkaufen heute Gemüse, Käse, Brot und regionale Spezialitäten.
Die Halle steht im Quartier der Krutenau, direkt neben Petite Venise und am Quai de la Poissonnerie, dem früheren Fischmarkt am Fluss. Sie liegt damit an einer Stelle, die auf einem Rundgang durch die Stadt ohnehin vorbeiführt.
Zu den elsässischen Spezialitäten gehören Flammkuchen, Baeckeoffe, Sauerkraut, Kougelhopf und Bredele, die kleinen Weihnachtsguetzli. Gegessen wird im Elsass traditionell in einer Winstub, einem Wirtshaus mit regionaler Küche und Wein aus der Gegend.
Auch der Wein gehört zur Region. Colmar bezeichnet sich als inoffizielle Hauptstadt des Elsässer Weins, und seit 1947 findet jedes Jahr die Foire aux vins d'Alsace statt. Die Weingüter rund um die Stadt bieten Verkostungen von Riesling, Gewürztraminer und Crémant an. Im August findet in Colmar ausserdem die Unterlindener Weinmesse statt. Öffnungszeiten der Halle und der Händler können sich ändern und sind vor einem Besuch zu prüfen.