Österreich. Zwischen Kaiserstadt und Hochgebirge.
Österreich ist zu einem grossen Teil Gebirge und hat dazu eine Hauptstadt, von der aus die Habsburger Jahrhunderte lang regierten. Das Land verbindet Kaiserzeit, Alpen und Weinbau auf engem Raum.
Auf einen Blick
Ein Land der Berge
Österreich liegt im Süden Mitteleuropas und grenzt an acht Länder: Deutschland im Nordwesten, Tschechien im Norden, die Slowakei und Ungarn im Osten, Slowenien und Italien im Süden sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen. Mit 83’879 Quadratkilometern ist es gut doppelt so gross wie die Schweiz. Die Ostalpen bedecken rund 62 Prozent der Landesfläche. Der höchste Gipfel ist der Grossglockner mit 3’798 Metern. Das Klima ist überwiegend kühl bis gemässigt, im Gebirge herrscht Alpenklima.
Im Osten wird das Land flacher. Rund um die Donau und die pannonische Tiefebene ist das Klima trockener und kontinentaler, mit weniger Niederschlag als in den Alpen. Wien liegt am Übergang zwischen beiden Landschaften.
Vom Herzogtum zur Republik
Der Name Österreich taucht 996 erstmals als «Ostarrîchi» in einer Urkunde auf. 1156 wurde das Gebiet zum Herzogtum erhoben. Nachdem Ottokar II. von Böhmen 1278 bei Dürnkrut besiegt worden war, übernahmen die Habsburger die Herrschaft, die sie bis ins 20. Jahrhundert behielten.
1804 entstand das Kaisertum Österreich, 1867 die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Nach 1918 wurde die Republik ausgerufen, 1938 folgte der Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland. Am 27. April 1945 wurde die Zweite Republik proklamiert. Der Staatsvertrag von 1955 stellte die Unabhängigkeit wieder her, und Österreich erklärte seine immerwährende Neutralität. 1995 trat das Land der Europäischen Union bei, 1999 führte es den Euro ein.
Neun Bundesländer, eine Sprache
Österreich besteht aus neun Bundesländern, und Wien ist eines davon. Amtssprache ist Deutsch. Die Mundarten unterscheiden sich von Region zu Region stark, in Wien spricht man einen mittelbairischen Dialekt. Das Österreichische Deutsch hat zudem eigene Wörter und Ausdrücke, etwa beim Essen, die man in der Schweiz nicht kennt. Die Hauptstadt Wien ist zugleich ein eigenes Bundesland und mit rund zwei Millionen Einwohnern mit Abstand die grösste Stadt.
Auch die Landesgeschichte spiegelt sich in den Grenzen. Tirol wurde im Vertrag von St. Germain 1919 geteilt: Südtirol und das Trentino kamen zu Italien, Nord- und Osttirol blieben bei Österreich. Wer von Innsbruck über den Brenner fährt, überquert diese Grenze noch heute, auch wenn man sie kaum mehr bemerkt.
Städte, Seen, Pässe
Die Reiseziele sind weit gestreut. Wien ist Kaiserstadt, Innsbruck die Hauptstadt Tirols zwischen den Bergen, Salzburg und Graz haben beide eine Altstadt, die zum Welterbe gehört. Dazu kommen Landschaften wie die Wachau an der Donau, das Salzkammergut mit seinen Seen und der Neusiedler See im Burgenland. Die Grossglockner Hochalpenstrasse führt in Serpentinen über die Hohen Tauern, und in Tirol und Vorarlberg liegen einige der bekanntesten Skigebiete der Alpen. Auch die Wachau ist als Kulturlandschaft Welterbe, ebenso die Region Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut. Graz ist die zweitgrösste Stadt des Landes.
Aus der Schweiz ist die Anreise einfach. Von Zürich fährt ein direkter Zug nach Innsbruck, die Fahrt dauert knapp vier Stunden.
Klima und Reisezeit
Das Klima ist überwiegend gemässigt, in den Bergen alpin. Wann sich die Reise lohnt, hängt vom Ziel ab. Die Marillenblüte in der Wachau fällt in die Zeit von Ende März bis Anfang April. Die Grossglockner Hochalpenstrasse ist je nach Wetter von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet, im Winter ist sie gesperrt.
Die Skisaison am Arlberg dauert etwa von Ende November bis Ende April. Die Salzburger Festspiele finden zwischen Ende Juli und Ende August statt, der Opernball in Wien am letzten Donnerstag des Faschings. Rund um den Neusiedler See ist es im Sommer besonders warm: Die Region gilt als die wärmste des Landes. Für Städte wie Wien oder Graz eignen sich Frühling und Herbst.
Reiseziele
Zwei Städte mit eigener Seite und sieben Landschaften und Orte, die das Land ausmachen.
Salzburg
Salzburg liegt an der Salzach am nördlichen Rand der Alpen auf 424 Metern Höhe und hat rund 158’000 Einwohner. Der Name geht auf die Salzschiffe zurück, die auf dem Fluss fuhren und im 8. Jahrhundert mit einem Zoll belegt wurden. Reich wurde die Stadt als Sitz der Fürsterzbischöfe. Männer wie Wolf Dietrich von Raitenau, Markus Sittikus und Paris Lodron prägten vom späten 16. bis ins 18. Jahrhundert das Stadtbild. 1816 kam Salzburg nach dem Vertrag von München endgültig zu Österreich. Die Altstadt steht seit 1996 auf der Welterbeliste.
Über der Altstadt thront die Festung Hohensalzburg, deren Bau 1077 unter Erzbischof Gebhard begann. Sie ist 250 Meter lang und 150 Meter breit und gilt als eine der grössten mittelalterlichen Burgen Europas. Zwischen 1495 und 1519 baute Leonhard von Keutschach sie aus, unter anderem entstanden die Prunkräume. 1525 widerstand sie einer Belagerung im Bauernkrieg, 1800 übergab man sie den Franzosen kampflos. Seit 1892 bringt die Festungsbahn Besucher hinauf.
Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren, als die Stadt noch ein Fürsterzbistum war. Weitere Bauten der Stadt sind das Schloss Mirabell mit seinen Gärten von 1606 und die Getreidegasse, eine enge Einkaufsstrasse mit hohen Bürgerhäusern. Die Salzburger Festspiele wurden 1920 gegründet, der «Jedermann» von Hofmannsthal wurde damals auf den Stufen des Doms aufgeführt. Spielstätten sind heute unter anderem das Grosse Festspielhaus von 1960 und die Felsenreitschule. Der Film «The Sound of Music» wurde 1965 in der Stadt gedreht.
Wer mehr Natur will, findet sie am Untersberg, einem Gipfel von 1’972 Metern, der weniger als 16 Kilometer vom Zentrum entfernt an der Grenze zu Deutschland liegt. Der Park und die Schlösser von Hellbrunn liegen ausserhalb der Altstadt.
Hallstatt und Salzkammergut
Hallstatt liegt am Südwestufer des Hallstätter Sees, zwischen Wasser und der Felswand des Dachsteinmassivs. Der Ort in Oberösterreich zählt etwa 780 Einwohner. Die UNESCO nahm 1997 die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut in die Welterbeliste auf, zu der neben Hallstatt auch der Ort Obertraun und das Dachsteinmassiv gehören.
Der Name Hallstatt verweist auf das Salz und auf die Rolle des Orts als Salzsiedlung. Nach der Welterbebeschreibung wurde hier in der mittleren Bronzezeit, also im späten zweiten Jahrtausend v. Chr., systematisch Salz gewonnen, indem man natürliche Sole in Gefässen eindampfte. Der unterirdische Abbau begann am Ende der späten Bronzezeit und setzte im 8. Jahrhundert v. Chr. wieder ein. Nach dem Ort ist die Hallstattkultur benannt, die auf etwa 800 bis 450 v. Chr. datiert wird. Das Bergwerk wird oft als ältestes noch betriebenes Salzbergwerk der Welt bezeichnet. Salz war im ganzen Salzkammergut vom Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Grundlage des Wohlstands.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das Beinhaus in der Michaelskapelle, in dem über 1’200 Schädel aufbewahrt werden, rund 600 davon bemalt mit Symbolen, Namen und Daten. Der Skywalk «Welterbeblick» liegt etwa 360 Meter über dem Ort.
Hallstatt ist zugleich ein Beispiel für die Folgen des Massentourismus. Je nach Schätzung kamen zeitweise 10’000 bis fast 30’000 Besucher pro Tag, vor allem mit Reisebussen. Ab Herbst 2020 wurde die Zahl der Bus-Ankünfte auf 54 pro Tag begrenzt. Wer den Ort in Ruhe sehen will, wählt Randzeiten oder bleibt über Nacht. Hallstatt liegt im Bezirk Gmunden. Der Ort ist so bekannt, dass ein chinesischer Konzern ihn 2012 berichtetermassen in Südchina im Massstab 1:1 nachbaute.
Grossglockner Hochalpenstrasse
Die Grossglockner Hochalpenstrasse ist 48 Kilometer lang, hat 36 Kehren und führt von Fusch an der Grossglocknerstrasse im Bundesland Salzburg bis nach Heiligenblut in Kärnten. Die maximale Steigung beträgt 12 Prozent. Gebaut wurde sie in den 1930er-Jahren als Arbeitsbeschaffungsprojekt. Der Übergang am Hochtor war aber schon viel älter: Kelten und Römer nutzten ihn als Handelsroute, und am Hochtor führt noch heute ein Kelten-, Säumer- und Römerweg entlang, für den man etwa 30 Minuten Gehzeit rechnet.
Der höchste Punkt der Strasse ist das Hochtor auf 2’504 Metern, dort verläuft auch die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Die höchste befahrbare Stelle ist die Edelweissspitze auf 2’571 Metern, von der man mehr als 30 Dreitausender sieht. Weitere Stationen sind das Fuscher Törl auf 2’428 Metern und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2’369 Metern. Der Grossglockner selbst ist mit 3’798 Metern der höchste Berg Österreichs und liegt an der Grenze zwischen Kärnten und Osttirol.
Entlang der Strecke liegen mehrere Aussichtspunkte und Stationen, etwa die Alpincenter Glocknerhaus auf 2’132 Metern, das Haus Alpine Naturschau auf 2’260 Metern und das Hotel Wallackhaus auf 2’304 Metern. Kaiser Franz Joseph I. besuchte den Grossglockner 1856, das Kaiser-Franz-Josef-Haus entstand 1906. Die Tageskarte für Auto und Motorrad schliesst den Eintritt zu Ausstellungen, Themenwegen und Spielplätzen ein.
Die Strasse liegt im Nationalpark Hohe Tauern, dem grössten Schutzgebiet der Alpen. Vom Tal bis in die Schneezone durchquert man vier Vegetationsstufen. Der Pass ist im Winter gesperrt und in der Regel von Anfang Mai bis Anfang November offen, je nach Wetter. Für die Fahrt wird eine eigene Maut erhoben, die von der Autobahnvignette nicht abgedeckt wird. Campieren entlang der Strasse ist nicht erlaubt.
Wachau
Die Wachau ist ein Abschnitt des Donautals in Niederösterreich, etwa 80 Kilometer westlich von Wien, zwischen Melk und Krems. Sie ist rund 35 Kilometer lang. Das Tal liegt bei etwa 200 Metern Höhe, über ihm erheben sich der Jauerling mit 960 Metern und der Sandl mit 723 Metern. Im Jahr 2000 nahm die UNESCO die Kulturlandschaft Wachau in die Welterbeliste auf.
Die Landschaft ist von Menschen gestaltet worden. Weinterrassen, Mauern und Obstgärten reichen bis an den Fluss. Das Weinbaugebiet umfasst rund 1’350 Hektar in über 100 Einzellagen. Wichtigste Sorten sind der Grüne Veltliner mit 57 Prozent und der Riesling mit 17 Prozent. Die Winzer der Vereinigung Vinea Wachau unterscheiden drei Stufen, von leicht bis kräftig: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Eine Besonderheit ist die Wachauer Marille, die EU-weit als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen ist. Wenn ihre Bäume Ende März bis Anfang April blühen, wird das Tal kurz weiss.
Geschichtlich ist die Gegend dicht belegt. Die Venus von Willendorf gehört zur Altsteinzeit, in der Römerzeit sicherte das Kastell Favianis in Mautern den Ausgang des Tals. Im Mittelalter herrschten hier die Kuenringer. In Dürnstein war Richard Löwenherz gefangen. Der Turm des Augustinerchorherrenstifts in Dürnstein wurde zwischen 1715 und 1733 barockisiert.
1955 wurde die Wachau Landschaftsschutzgebiet. Pläne für ein Donaukraftwerk bei Rossatz wurden nach Widerstand 1983 aufgegeben, und die Ruine Aggstein erhielt 2005 ihren grössten Umbau seit 1620. Entlang der Donau führt ein Radweg, und der Welterbesteig, 2010 eröffnet, ist rund 180 Kilometer lang. Auch eine Schifffahrt auf der Donau ist möglich. Zu den Orten der Region gehören neben Melk und Krems Spitz, Dürnstein und Weissenkirchen.
Graz
Graz ist die Hauptstadt der Steiermark und mit rund 300’000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Österreichs. Sie liegt beidseits der Mur, dort, wo der Fluss die Alpen verlässt und ins Grazer Becken eintritt. Von drei Seiten ist sie von Hügeln umgeben, der höchste Punkt des Stadtgebiets ist der Plabutsch mit 754 Metern. Erstmals urkundlich erwähnt wird Graz 1140, der Name leitet sich vermutlich vom slowenischen «gradec» ab, dem kleinen Schloss. 1379 wurde die Stadt Residenz der Habsburger und widerstand mehreren osmanischen Angriffen.
Die Altstadt zählt seit 1999 zum UNESCO-Welterbe, Schloss Eggenberg kam 2010 hinzu. 2003 war Graz Kulturhauptstadt Europas, seit 2011 trägt es den Titel einer UNESCO City of Design. Zu den bekannten Bauten gehört der Uhrturm auf dem Schlossberg, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Den Schlossberg erreicht man über 260 Stufen oder mit der Schlossbergbahn. Zeitgenössische Architektur zeigen das Kunsthaus Graz, im Volksmund «Friendly Alien» genannt, und die Murinsel, eine künstliche Insel im Fluss, die zugleich Brücke ist und ein Café und ein Amphitheater enthält.
Die Universität Graz wurde 1585 gegründet, in der Stadt studieren heute fast 63’000 Menschen. Das Klima ist mild, mit mehr als 2’100 Sonnenstunden im Jahr, allerdings können Inversionslagen im Winter Schadstoffe im Becken halten. Graz gilt als Genusshauptstadt Österreichs, als älteste Bäckerei der Stadt gilt die Hofbäckerei Edegger-Tax. Der Hausberg Schöckl ist 1’445 Meter hoch. Graz ist in 17 Bezirke gegliedert und war 2015 «Reformationsstadt Europas». Entlang der Mur führen 13 Radrouten, und rund um die Stadt gibt es sieben Gipfelwanderungen, die «7 Summits».
Tirol und Arlberg
Tirol ist das Bundesland im Westen Österreichs, dessen Hauptstadt Innsbruck ist. Der höchste Berg Nordtirols ist die Wildspitze im Ötztal mit 3’768 Metern. Die Landesgeschichte ist durch die Teilung von 1919 geprägt: Im Vertrag von St. Germain kamen Südtirol und das Trentino zu Italien, Nordtirol und Osttirol blieben bei Österreich. Das Zillertal gehörte zunächst zu Salzburg, kam 1805 an Österreich, 1810 an Bayern und 1816 zu Tirol. Tourismus ist ein grosser Wirtschaftszweig: 2014 zählte man im österreichischen Teil Tirols 44,3 Millionen Gästenächtigungen.
Der Arlberg liegt an der Grenze zu Vorarlberg. Der Arlbergpass liegt auf 1’793 Metern, und seine Strasse wurde 1786 erstmals gebaut und zwischen 1822 und 1825 ausgebaut. Die Arlbergbahn entstand zwischen 1880 und 1884, mit einem Scheiteltunnel von rund 10 Kilometern. Der Arlberg-Strassentunnel ist etwa 14 Kilometer lang und wurde am 1. Dezember 1978 eröffnet, er führt von St. Anton in Tirol nach Langen am Arlberg in Vorarlberg.
Als Wiege des alpinen Skilaufs gilt die Region seit dem frühen 20. Jahrhundert. 1901 wurde der Schiclub Arlberg im Hospiz in St. Christoph gegründet, 1904 fand in Zürs der erste Skikurs Österreichs statt, und ab 1920/21 unterrichtete Hannes Schneider seine Technik in der Arlberg-Skischule. Das heutige Skigebiet verbindet St. Anton, Lech, Zürs und Warth/Schröcken mit einem gemeinsamen Skipass. Es umfasst etwa 305 Pistenkilometer und rund 200 Kilometer Skirouten abseits der Pisten. Der höchste Punkt ist die Valluga mit 2’811 Metern, die Saison dauert ungefähr von Ende November bis Ende April. St. Anton liegt auf 1’304 Metern, Zürs auf 1’716 Metern. Innsbruck ist mit rund 132’000 Einwohnern die grösste Gemeinde Nordtirols, und der Ortler mit 3’905 Metern gilt als höchster Berg Tirols insgesamt.
Neusiedler See
Der Neusiedler See im Burgenland ist der grösste See Österreichs und der westlichste Steppensee Europas. Er ist rund 36 Kilometer lang und bis zu 12 Kilometer breit, seine Fläche beträgt etwa 320 Quadratkilometer. Davon bedeckt Schilf rund 180 Quadratkilometer. Das Wasser ist sehr flach: Im Mittel ist der See nur etwa einen Meter tief, an der tiefsten Stelle zwei Meter. Im Sommer erreicht die Wassertemperatur 21 bis 27 Grad.
Der Schilfgürtel ist nach dem Donaudelta der zweitgrösste zusammenhängende Schilfbestand Europas. In der Region kommen rund 340 Vogelarten vor, darunter der Löffler und die Grosstrappe, die bis zu 16 Kilogramm schwer wird und als schwerster flugfähiger Vogel der Welt gilt. Ein grosser Teil des Gebiets gehört zum Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel, und die Region zählt zum Welterbe.
Rund um den See wird Wein angebaut. Das Burgenland ist die zweitgrösste Weinregion Österreichs, die Rebfläche beträgt rund 14’000 Hektar. Die Gegend gilt als die wärmste des Landes, mit rund 60 heissen Sommertagen im Jahr. Wer den See erkunden will, tut das am besten mit dem Fahrrad: Der Neusiedler-See-Radweg führt rund um das Wasser. In Neusiedl am See wurde 1927 die erste Badeanlage eröffnet. Der Wasserspiegel liegt auf rund 115 Metern über Meer, die Uferlinie ist 117,5 Kilometer lang. Am See brüten rund 90 Paare des Löfflers. Der Begriff Steppensee verweist auf die offene, trockene Umgebung im Osten Österreichs, wo das Klima kontinental ist und weniger Regen fällt. Die Grosstrappe ist weltweit gefährdet. Der Kiebitz brütet in der Region bis in den November hinein.