Europa · Grossbritannien

Alt, nass, nie fertig.

Vom Steinkreis bei Salisbury bis zum Hafen von Liverpool: Grossbritannien ist ein Land, in dem Jahrtausende nebeneinander stehen. Die Landschaft wechselt dabei schneller, als die Strecken vermuten lassen.

Auf einen Blick

StaatVereinigtes Königreich von Grossbritannien und Nordirland
HauptstadtLondon
Einwohnerrund 69 Millionen (Vereinigtes Königreich, 2024)
Fläche244 376 km²
SprachenEnglisch, dazu Walisisch, Schottisch-Gälisch u. a.
WährungPfund Sterling
ZeitzoneGMT, im Sommer BST (UTC+1)
Höchster PunktBen Nevis, 1345 m

Vier Landesteile, ein Staat

Die Begriffe sind leicht zu verwechseln. Grossbritannien bezeichnet die Hauptinsel mit England, Schottland und Wales. Das Vereinigte Königreich umfasst zusätzlich Nordirland. Hauptstädte der vier Landesteile sind London, Edinburgh, Cardiff und Belfast. Diese Seite behandelt die Insel, Nordirland bleibt ausgeklammert.

Das Vereinigte Königreich hat rund 69 Millionen Einwohner auf etwa 244 000 Quadratkilometern, das ist ungefähr sechsmal die Fläche der Schweiz. Die Bevölkerung ist ungleich verteilt: Der Südosten Englands ist dicht besiedelt, der Norden Schottlands sehr dünn.

Schottland hat seit 1999 ein eigenes Parlament, auch Wales hat sein Senedd, das seit 1999 in Cardiff Bay angesiedelt ist.

Landschaft in kurzen Distanzen

Das Land ist nicht gross, aber die Landschaft wechselt auf kurzen Strecken. Der höchste Berg der Britischen Inseln, der Ben Nevis, steht in den schottischen Highlands und misst 1345 Meter. In Wales erreicht der Snowdon, auf Walisisch Yr Wyddfa, 1085 Meter.

In England sind die Hügel sanfter. Die Cotswolds ziehen sich als Kalksteinhügelland von der Gegend um Bath bis in die Nähe von Stratford-upon-Avon, ihr höchster Punkt Cleeve Hill liegt bei 330 Metern. Dazwischen liegen Flussebenen, Küstenstreifen und die grossen Städte.

Im Norden Schottlands liegen die Cairngorms, ein Gebirgsmassiv aus Gesteinsresten, und die Insel Skye mit den Cuillin und dem Quiraing.

Geschichte in Schichten

Die ältesten Spuren sind die grössten. Der Steinkreis von Stonehenge entstand in mehreren Phasen, die erste Erdanlage um 3100 v. Chr. Die Römer gründeten um 47 n. Chr. Londinium. Auf die Normannen gehen Burgen wie der Tower of London zurück, dessen White Tower um 1078 begonnen wurde.

Im 13. Jahrhundert liess Eduard I. in Nordwales eine Kette von Burgen errichten, mehrere davon stehen heute auf der Welterbeliste. Bath nutzte schon die Römer wegen seiner heissen Quellen, sie bauten dort um das Jahr 60 einen Kurort. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Nordwesten Englands zum Zentrum der Industrialisierung: Manchester lieferte Baumwolle, Liverpool den Hafen. 1830 eröffnete zwischen beiden Städten die erste Eisenbahn der Welt für den Personenverkehr zwischen zwei Städten.

Sprachen und Namen

Englisch ist die Landessprache. Daneben existieren regionale Sprachen. Walisisch wird vor allem in Wales gesprochen, besonders im Nordwesten: Im Nationalpark Snowdonia gaben 2011 gut 58 Prozent der Einwohner an, Walisisch zu können. In Cardiff waren es 2021 gut 12 Prozent der Einwohner über drei Jahren.

Schottisch-Gälisch ist heute weitgehend auf die Hebriden beschränkt. Den Namen der Highlands, a' Ghàidhealtachd, kann man übersetzen mit «Land der Gälen». Als regionale und Minderheitensprachen sind ausserdem Scots, Ulster Scots, Cornish, Irisch und die britische Gebärdensprache anerkannt. In London werden über 300 Sprachen gesprochen.

Wetter und Reisezeit

Das Klima ist gemässigt, mit kühlen Temperaturen und Regen das ganze Jahr. Die Winter sind im Westen mild, die Sommer im Südosten Englands am wärmsten und im Norden am kühlsten. In den höheren Lagen Schottlands herrscht subarktisches Klima. London misst im Juli im Mittel knapp 24 Grad Höchsttemperatur und erhält rund 600 Millimeter Niederschlag im Jahr, verteilt auf alle Monate.

Praktisch heisst das: Eine Regenjacke gehört in jedes Gepäck, zu jeder Jahreszeit. Wer in die Highlands oder nach Snowdonia will, plant Zeit für Wetterwechsel ein. In den Städten finden sich bei Regen Museen, Kathedralen und Bibliotheken.

Reiseziele

London hat eine eigene Seite, dazu kommen sieben Reiseziele, die zeigen, wie verschieden das Land sein kann.

Edinburgh

Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands und hat gut 530 000 Einwohner. Als Hauptstadt wird die Stadt seit mindestens dem 15. Jahrhundert bezeichnet. Zwei Erhebungen prägen sie: der Castle Rock mit der Burg, ein Rest eines erloschenen Vulkans, und Arthur's Seat, die Überreste eines Vulkans aus dem Karbon, später von Gletschern geformt. Seit 1999 hat Schottland ein eigenes Parlament, geschaffen durch den Scotland Act von 1998.

Die Altstadt zieht sich als Rücken vom Schloss hinunter zum Palace of Holyroodhouse und zur Ruine der Holyrood Abbey. Diese Strasse heisst Royal Mile. Links und rechts führen enge Durchgänge, die Closes und Wynds, steil bergab. Schon im 16. Jahrhundert baute man hier in die Höhe, mit einigen der frühesten mehrstöckigen Wohnhäuser. Nach dem grossen Brand von 1824 wurde auf den alten Fundamenten neu gebaut, dadurch entstanden Gassen und Gewölbe auf verschiedenen Ebenen. Im Südwesten der Burg liegt der Grassmarket.

Der Gegenpol ist die New Town. 1766 gewann der 27-jährige James Craig den Wettbewerb der Stadt, 1767 begannen die Arbeiten. Raster, Plätze und Gärten stehen für das Zeitalter der Aufklärung, in dem Denker wie David Hume und Adam Smith in der Stadt arbeiteten. Old Town und New Town wurden 1995 gemeinsam zum Welterbe erklärt, 2015 folgte die Forth Bridge. Auf dem Calton Hill steht ein Nationaldenkmal aus dem frühen 19. Jahrhundert, das den Parthenon in Athen nachbildet.

Die Universität geht auf eine Gründungsurkunde von 1582 zurück. 1947 fanden zum ersten Mal das International Festival und das Filmfestival statt, die Fringe wuchs daneben. Leith, der alte Hafen der Stadt, erhielt 1329 eine königliche Urkunde von Robert the Bruce und gehört seit 1920 zu Edinburgh. Die Hogmanay-Feier zum Jahreswechsel wird seit 1993 offiziell organisiert, mit Schwerpunkt an der Princes Street.

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Oxford und Cambridge

Oxford gilt als älteste Universität der englischsprachigen Welt und als zweitälteste der Welt, die ohne Unterbrechung in Betrieb ist. Gelehrt wurde dort nachweislich schon 1096, ein genaues Gründungsjahr gibt es nicht. Stark gewachsen ist die Universität ab 1167, nachdem Heinrich II. englischen Studenten den Besuch der Universität Paris verboten hatte. Heute gehören 43 Einrichtungen dazu: 36 vom Staat anerkannte Colleges, drei Societies unter Aufsicht der Universität und vier Permanent Private Halls. Die Bodleian Library, 1598 von Sir Thomas Bodley gegründet, öffnete 1602.

Cambridge entstand 1209 aus einem Streit in Oxford. Nach Gewalt zwischen Studenten und Bürgern verliessen einige Gelehrte die Stadt und liessen sich in Cambridge nieder. Das älteste noch bestehende College, Peterhouse, wurde 1284 gegründet. Die King's College Chapel begann Heinrich VI. 1446, fertig wurde sie in Etappen bis 1515. Die Wiesen und Colleges entlang des Flusses Cam nennt man The Backs, auf dem Fluss werden Stechkähne gestakt. Das Fitzwilliam Museum wurde 1816 gestiftet und zog 1848 an die heutige Adresse an der Trumpington Street.

Cambridge zählte bei der Volkszählung 2021 rund 145 700 Einwohner und liegt etwa 89 Kilometer nördlich von London. Die schnellen Züge von King's Cross brauchen zu Stosszeiten 53 Minuten. Im Botanischen Garten, etwa eine Meile südlich des Zentrums, steht eine amtliche Wetterstation. Sie registrierte am 19. Juli 2022 mit 39,9 Grad den höchsten Wert, der je in Grossbritannien gemessen wurde. Viele Colleges sind für Touristen nur zu bestimmten Zeiten oder gar nicht offen, weil dort gelernt und gewohnt wird. Das sollte man vorab klären.

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Stonehenge und Bath

Stonehenge steht auf der Salisbury Plain in Wiltshire, etwa drei Kilometer westlich von Amesbury. Die älteste Phase, ein kreisförmiger Wall mit Graben, wird auf etwa 3100 v. Chr. datiert. Der grosse Kreis aus Sarsensteinen folgte zwischen etwa 2600 und 2400 v. Chr. Die äusseren Steine sind rund 4 Meter hoch und wiegen etwa 25 Tonnen, sie stammen aus West Woods, rund 25 Kilometer nördlich. Die kleineren Blausteine kommen wahrscheinlich aus den Preseli Hills in Südwestwales, gut 230 Kilometer entfernt. Eine Studie von 2024 führt den Altarstein auf das Orkney-Becken in Nordostschottland zurück, rund 700 Kilometer entfernt. Die Anlage ist auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende und den Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende ausgerichtet. Seit 1986 ist sie Welterbe, verwaltet wird sie von English Heritage, das Besucherzentrum öffnete im Dezember 2013.

Bath liegt rund 156 Kilometer westlich von London. Die Römer bauten die heissen Quellen um das Jahr 60 zum Kurort Aquae Sulis aus, ein Tempel entstand zwischen 60 und 70. Das Wasser tritt mit 46 Grad aus, rund 1,17 Millionen Liter am Tag. Die Stadt steht seit 1987 auf der Welterbeliste und gehört seit 2021 zusätzlich zu den Great Spa Towns of Europe.

Das Stadtbild ist georgianisch, aus honigfarbenem Bath-Stein. John Wood der Ältere legte viele Strassen und Plätze an, sein Sohn entwarf den Royal Crescent, der von 1767 bis 1774 gebaut wurde. Die Pulteney Bridge von Robert Adam, um 1770, trägt Läden auf der Brücke. Die Abtei geht auf ein Kloster im 7. Jahrhundert zurück, der heutige Bau stammt im Wesentlichen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Jane Austen lebte von 1801 bis 1806 in der Stadt. Das Thermalbad Thermae Bath Spa öffnete am 7. August 2006.

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Cotswolds

Die Cotswolds sind kein Dorf und keine Stadt, sondern ein Hügelland aus gelbem Jurakalk, das von der Gegend um Stratford-upon-Avon bis in die Nähe von Bath reicht. Das Gebiet ist rund 140 Kilometer lang und etwa 40 Kilometer breit, hat eine Fläche von 2038 Quadratkilometern und ist die grösste Landschaft in England und Wales mit Schutzstatus. 1966 wurde es als Area of Outstanding Natural Beauty ausgewiesen, heute heisst die Kategorie National Landscape. Es erstreckt sich über sechs Grafschaften, vor allem Gloucestershire und Oxfordshire, dazu kommen Teile von Wiltshire, Somerset, Worcestershire und Warwickshire.

Der Stein prägt das Bild. Er ist fossilienreich, verwittert zu Honig- und Goldtönen und fällt von Norden nach Süden verschieden aus. Der Wohlstand kam von den Schafen. Die Rasse Cotswold Lion machte die Gegend im Mittelalter reich, der Wollhandel erlebte zwischen 1250 und 1350 seinen Höhepunkt, viel Wolle ging an italienische Kaufleute. Vom Gewinn bauten die Dörfer grosse Kirchen, die sogenannten Wollkirchen.

Zu den bekannten Orten zählen Bibury, Chipping Campden und Bourton-on-the-Water. Gerade diese sind in der Hauptsaison gut besucht. Wer Ruhe sucht, findet sie auf dem Cotswold Way, einem Fernwanderweg zwischen Bath und Chipping Campden von etwa 100 Meilen, rund 160 Kilometern. Der höchste Punkt, Cleeve Hill bei Cheltenham, liegt auf 330 Metern. In der Region leben rund 139 000 Menschen, im Distrikt Cotswold waren es 2021 rund 90 800. Ohne Auto sind viele Dörfer schwer erreichbar, Bus- und Bahnverbindungen sollte man vorab prüfen.

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Schottische Highlands

Die Highlands liegen nördlich und westlich der Highland Boundary Fault, die von der Insel Arran bis nach Stonehaven verläuft. Die Besiedlung ist dünn: 2012 lebten dort im Schnitt gut neun Menschen pro Quadratkilometer, weniger als ein Siebtel der Dichte Schottlands insgesamt. Quer durch das Gebiet zieht sich der Great Glen, eine Bruchlinie, die die Grampian Mountains von den Northwest Highlands trennt. Zu den Highlands gehört der Ben Nevis, mit 1345 Metern der höchste Berg der Britischen Inseln. Dazu kommt das Massiv der Cairngorms.

In der Senke des Great Glen liegt Loch Ness. Der See ist rund 37 Kilometer lang und bis zu etwa 230 Meter tief. Er enthält mehr Wasser als jeder andere See Grossbritanniens, mehr als alle Seen Englands und Wales' zusammen. Er gehört zum Kaledonischen Kanal, den Thomas Telford im frühen 19. Jahrhundert baute. Am Westufer steht die Ruine von Urquhart Castle. Das Ungeheuer von Loch Ness wurde 1933 weltweit bekannt. Der Wasserspiegel liegt etwa 16 Meter über dem Meer und wurde beim Bau des Kanals um rund 1,2 Meter angehoben. Der Kanal verbindet den Moray Firth mit Loch Linnhe.

Die Geschichte der Highlands ist von Gewalt geprägt. Am 13. Februar 1692 töteten Soldaten im Glen Coe etwa 30 Mitglieder des Clans MacDonald, weil deren Chef den Treueeid zu spät geleistet hatte. 1746 erschütterte die Schlacht von Culloden die überlieferte Ordnung der Highlands. Zwischen 1760 und 1850 wurden Familien für Schafweiden von ihrem Land verdrängt, die sogenannten Highland Clearances. Die Gälische Sprache ist heute vor allem auf den Hebriden zu hören. Landschaftlich lohnen der Viadukt von Glenfinnan und vor der Küste die Isle of Skye mit den Cuillin und dem Quiraing.

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Cardiff und Wales

Cardiff ist seit Dezember 1955 die Hauptstadt von Wales. Damals erklärte die britische Regierung, die Stadt werde als solche betrachtet. Mit 381 516 Einwohnern ist sie die grösste Stadt des Landes. Im Zentrum steht das Cardiff Castle. Die Römer bauten um das Jahr 75 ein Kastell an der Mündung des Taff, dessen Mauern später die Burg umschlossen, und 1081 liess Wilhelm I. innerhalb dieser Mauern einen Bergfried errichten. Im Verwaltungs- und Museumsviertel Cathays Park steht das National Museum Cardiff.

Reich wurde Cardiff durch die Kohle. Von den 1830er-Jahren an liess der zweite Marquess of Bute Docks bauen, die Stadt wurde der wichtigste Hafen für Kohle aus den Tälern. Vor dem Ersten Weltkrieg verliess jährlich mehr als zehn Millionen Tonnen den Hafen. Heute prägt Cardiff Bay das Bild. Dort sitzt seit 1999 das walisische Parlament, das Senedd, dessen Gebäude am 1. März 2006 eröffnet wurde. Das Principality Stadium, 1999 eröffnet, ist die Heimat des walisischen Rugbys. Gut 12 Prozent der Einwohner sprachen 2021 Walisisch, 1991 waren es noch 6,6 Prozent.

Wer mehr von Wales sehen will, fährt nach Norden. Dort liegt Snowdonia, seit Oktober 1951 Nationalpark, heute Eryri genannt, mit 2130 Quadratkilometern Fläche. Der Snowdon ist mit 1085 Metern Wales' höchster Berg. Ebenfalls im Norden stehen die Burgen Eduards I., die 1986 ins Welterbe aufgenommen wurden: Beaumaris, Caernarfon, Conwy und Harlech. Eduard besiegte 1282 und 1283 die walisischen Fürsten und ordnete 1283 den Bau an. Als Baumeister gilt James of St George. Die UNESCO nennt sie die besten Beispiele der Militärarchitektur des späten 13. und frühen 14. Jahrhunderts in Europa. Beaumaris auf Anglesey wurde nach dem Aufstand von 1294/95 begonnen und wie Caernarfon nie ganz vollendet.

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Liverpool und Manchester

Liverpool war im 18. und 19. Jahrhundert einer der wichtigsten Häfen der Welt. Das gehört zur schwierigen Geschichte der Stadt, denn sie war bis zur Abschaffung 1807 ein Zentrum des transatlantischen Sklavenhandels. Das Royal Albert Dock, 1846 eröffnet, hatte feuerfeste Lagerhäuser, 1984 wurde es neu belebt. Am Pier Head stehen die «Three Graces»: das Royal Liver Building, das Port of Liverpool Building und das Cunard Building. 2004 nahm die UNESCO die Stadt ins Welterbe auf, am 21. Juli 2021 strich sie sie wieder von der Liste, wegen des Verlusts wesentlicher Merkmale durch Neubauten. Die Bluecoat Chambers von 1715 sind das älteste erhaltene Gebäude der Innenstadt, und der Old Dock war das erste geschlossene Nassdock der Welt. Das Museum of Liverpool am Pier Head öffnete am 19. Juli 2011.

Die zweite Geschichte ist die Musik. Die Beatles entstanden 1960 in Liverpool aus der Gruppe The Quarrymen. Sie traten häufig im Cavern Club auf, ihre ersten Auftritte in Hamburg hatten sie im August 1960. Im Januar 1962 wurde Brian Epstein ihr Manager, im Oktober 1962 erschien die erste Single «Love Me Do». 1970 trennte sich die Band.

Manchester gilt als die erste Industriestadt der Welt. Die Römer gründeten um das Jahr 79 das Kastell Mamucium. Später wurde Baumwolle zum Rückgrat der Wirtschaft, die Stadt hiess «Cottonopolis», und 1913 stammten 65 Prozent der weltweiten Baumwolle aus ihrer Produktion. 1830 eröffnete die Liverpool and Manchester Railway, die erste Intercity-Passagierbahn der Welt. 1894 folgte der Manchester Ship Canal, der die Stadt mit der Irischen See verband. 1819 töteten Soldaten beim Peterloo-Massaker mindestens 18 Menschen. Das Science and Industry Museum steht im alten Bahnhof Liverpool Road. Bekannt ist die Stadt auch für ihre Musik, von den Smiths bis Oasis.

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Reisebericht folgt. Unsere Beiträge und Tipps zu Unterkunft und Essen schreiben wir noch auf.